Wohnraum ist in Deutschland in vielen Städten ein knappes Gut geworden. Vor allem München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg leiden unter den strengen Vorschriften für den Bau von Wohnungen, sowie der steigenden Bevölkerungszahl. Die Mieten werden immer teurer und viele Menschen können sie sich schon länger nicht mehr leiden. Sie werden in den Speckgürtel der Städte vertrieben und sind im Anschluss darauf angewiesen täglich zum Arbeitsplatz zu pendeln. Auf diese Weise wird der Verkehr in die Höhe getrieben.

Ein großer Faktor für diese Entwicklung ist nicht nur die sehr schleppende Vergabe von Baugenehmigungen, sondern auch die stetig steigenden Baukosten. Vor allem Materialien und Löhne sind in den letzten Jahren kräftig gestiegen, sodass der Quadratmeter Wohnraum mittlerweile 2.500€ bis 3.000€ im Bau kostet. Hier sind noch keine Kosten für das Grundstück inkludiert. Diese hohen Preise führen dazu, dass Investoren und Vermieter hohe Mieten verlangen müssen, damit sich die Investition rechnet.

Vor allem in Großstädten gibt es kaum noch Interesse daran herkömmlichen Wohnraum zu errichten. Trotz hoher Mieten ist es häufig ein Verlustgeschäft, wenn man die Preise für das Grundstück, die Baukosten und die Instandhaltung berücksichtigt. Hinzu kommen Risiken wie beispielsweise Mietausfall und Mieter, welche die Wohnung beschädigen. Auch das ist ein Motor der die Wohnraumknappheit weiter befeuert.

Hohe Grundstückspreise lassen Gärten verschwinden

Der Garten wird zum Luxusgut

Im Zuge der Wohnraumknappheit ist der Staat als Akteur gefragt. Er muss entweder selbst Wohnraum preiswert zur Verfügung stellen, oder Rahmenbedingungen schaffen, die ein günstiges Bauen ermöglichen. Auch eine Verbesserung der Infrastruktur des Umlandes kann dazu beitragen, dass das Wohnen hier attraktiver wird und große Städte entlastet werden.

Jeder Quadratmeter Bauland muss bei den aktuellen Grundstückspreisen optimal genutzt werden und so kommt es, dass Gärten zu einem Luxusgut werden, sagt Steven Morgan, Geschäftsführer von Morganland.

Was Früher ein Idyll für die ganze Familie war, ist heute nur noch der Oberschicht vorbehalten. Meist ist diese in die Jahre gekommen und hat keine tatsächliche Verwendung für den Garten. Spielende Kinder und Hunde sucht man hier vergeblich.

Es ist an der Zeit, dass etwas unternommen wird. Die Zustände der öffentlichen Verkehrsmittel sind seit Jahren grausam und werden immer schlimmer. Gleichzeitig wird das Auto immer teurer, sodass den Menschen kaum etwas anderes übrigbleibt, als in die Stadt zu ziehen. Ländliche Regionen haben oft keine Autobahnanbindung, keinen Bahnhof und ausgesprochen langsames Internet. Somit sind sie vor allem für die junge Generation sehr unattraktiv, was zu einem starken Abfall der Immobilienpreise geführt hat. Die Dörfer vergreisen. Dieser Wandel kann nicht gewollt sein und hat eine lange Reihe an sehr negativen Folgen für unsere Gesellschaft.