Wer kennt sie nicht, die beeindruckenden riesigen Fotos von eigentlich sehr winzigen Dingen. Seien es Blumen, Pflanzenteile oder gar Insekten – in der Makrofotografie werden sie gefunden, inszeniert und dann groß abgelichtet. Das Ergebnis sind phänomenale Bilder. Doch wie findet man am besten einen Einstieg? Wir haben für euch einige Grundlagen zusammengestellt.

Ein Motiv finden

Ein passendes Motiv findet man in der Makrofotografie wie in jedem anderen Bereich auch – man geht heraus, schaut sich um und probiert verschiedene Dinge aus. Gerade öffentliche Parks und Grünflächen bieten sich an. Dann sollte man die Augen offen halten und auch gerne mal sehr nah an die Dinge herangehen. Am Anfang sollte man sich besonders stillstehenden Objekten zuwenden, um die Technik zu verfeinern und die perfekten Distanzen zu finden.

Mit etwas mehr Übung werden dann sicherlich auch quirligere Motive wie Insekten interessant.

Dragonfly

Die richtigen Einstellungen finden

Gerade Anfängern fällt das Finden der passenden Einstellungen in der Makrofotografie oft nicht leicht. Durch die niedrige Distanz zum Objekt wird nämlich die Schärfeebene sehr kurz. Deswegen sollte man eine relativ weit geschlossene Blende wählen, um überhaupt genug Schärfe zu erzielen. Gleichzeitig werden lange Belichtungszeiten schneller unscharf – selbst leichteste Bewegungen werden auf den Fotos sichtbar. Daher eignen sich auch besonders helle Stunden wie die Mittagszeit oder beleuchtete Plätze für Makroaufnahmen. Teilweise kann auch überraschend viel mit einer Taschenlampe ausgerichtet werden.

Insgesamt sollte man also mit einer möglichst kurzen Belichtungszeit bei über mittlerer Blende fotografieren, was besonders mit viel Licht möglich ist.

Genau im Fokus

Wie bereits erwähnt ist das Fokussieren bei Makroaufnahmen eine Kunst für sich. Die Verwendung eines Stativs ist gerade bei Telebrennweiten hierbei absolut zu empfehlen, denn dadurch kann man mehrere Schritte nacheinander durchführen. Erst sucht man sich seinen Bildausschnitt aus, danach kann man passend scharfstellen. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Stativ auch nah genug an den Boden herankommt. Beim Fokussieren selbst empfehlen wir, erst einmal eine Weile manuell zu fokussieren um ein Gefühl für die Schärfeebenen bei unterschiedlichen Abständen zu gewinnen. Übrigens: Am Stativ muss der Bildstabilisator ausgeschaltet sein.

Das richtige Objektiv

Gerade für die ersten Schritte in der Makrofotografie ist oft noch kein hochspezialisiertes Makroobjektiv nötig, häufig können schon große Telezooms geeignet sein.

Im Vergleich können wir zum Beispiel das Tamron 16-300 für diese Aufgabe absolut empfehlen. Mit einem Abbildungsmaßstab von 1:2,9 kann es schon sehr beeindruckende Vergrößerungen produzieren. Die geringe maximale Offenblende stört bei der Makrofotografie ebenfalls durch das Abblenden nicht. Natürlich nutzen wir für die Makrofotografie die maximale Brennweite von 300mm, in welcher das Tamron auch noch gute Ergebnisse liefert. Außerdem bietet das Tamron eine Fokusskala, was gerade bei der Makrofotografie am Anfang zur Orientierung hilfreich ist. Das 16-300 eignet sich natürlich für viele Anwendungen, aber gerade für Einsteiger kann es auch solide Makroaufnahmen schießen.